Willkommen zurück!

Wie bereits vermutet klappt das nicht mit dem regelmäßigen Verfassen von Einträgen. Wir Lehrer sind einfach viel zu beschäftigt. 

Ich bin krank und muss mehrere Tage auf dem Sofa verbringen. Genug Zeit, um über mich nachzudenken.

Ich hatte am Wochenende ein interessantes Gespräch mit einem Freund. Wir haben lange gemeinsam im Auto gesessen und über eine Menge Kram gesprochen. Vor allem darüber, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen. 

ZUKUNFT! Das ist ein so schweres Wort. Bisher hatte ich immer einen Plan. Ich wollte Lehrerin werden und habe alles dafür gemacht, was ich musste. Ich bin umgezogen, habe nach dem Abitur studiert und habe das Ref irgendwie überstanden. Jetzt bin ich Lehrerin. Jetzt ist also meine Zukunft. Eine ganze Weile habe ich das einfach genossen. So muss es ja wohl auch sein. Genießen! Das habe ich die letzten Jahre viel zu wenig. Das ändert sich gerade. Ich fahre spontan in andere Städte, tue einfach Dinge auf die ich in dem Moment Lust habe. 

Für mich stellt sich die Frage, ob das immer so bleiben kann. Warum eigentlich nicht? Erwarten die Menschen denn nicht etwas von mir?

Mein Freund sagte zu mir, mach das, worauf du Lust hast und lass dir da von keinem reinreden. Und Recht hat er. Mehr als das. Warum soll ich mich beugen? Nur um anderen einen Gefallen zu tun? Mein Vater möchte mit seiner Lebensgefährtin in meinem Elternhaus zusammen ziehen. Dort habe ich auch ein Zimmer, in dem ich am Wochenende schlafe. Nun habe ich das Gefühl, ich bin nicht mehr erwünscht, wenn sie dort wohnt. Mein Vater möchte gerne, dass ich zurück komme. Ich möchte das nicht! Noch nicht. Ich möchte noch nicht zurück in das alte und somit vielleicht auch endgültige Leben. Ich möchte nicht in den alten Trott zurück, in dem viele meiner Freunde sich befinden. Und das soll es dann gewesen sein? Familie, Auto, Haus, Garten, Kreditkarte udn dann? Das soll dann alles sein? Was kommt denn dann noch?

Ich möchte das noch nicht! Und das mus sich vertreten. Ich war noch nie so glücklich und zufrieden wie im Moment. Ich habe mein eigenes kleines Reich in dem ich unter der Woche wohne und arbeite. Ich habe bereits nette Menschen kennen gelernt mit denen ich diese Zeit teile.

Am Wochenende fahre ich im Moment noch häufig und dann vielleicht auch mal weniger häufig nach Hause zu meiner Familie und zu meinen Freunden. Ich genieße die Zeit dort dann sehr. Und darum geht es schließlich. Momente wahrnehmen und genießen! Und das kann man nur wenn man glücklich ist. Und das bin ich im Moment. Wie nie zuvor in meinem Leben .

Danke, Leben!

17.2.15 19:28, kommentieren

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Auf zu neuen Ufern

Neu! Alles neu. So ist das bei mir im Moment.

Ich bin Lehrerin. Habe Ende des letzten Jahres meine Ausbildung beendet, anschließend Schule und auch Stadt gewechselt. Ich brauche das irgendwie. Nachdem ich in meiner Ausbildung gezwungen worden bin meine Heimatstadt zu verlassen, habe ich Fernweh! Ständig!

Ich komme gerade aus Hamburg. Dort habe ich eine Freundin besucht. Es war ein tolles Wochenende mit vielen tollen und spannenden Gesprächen. Es ging viel um das Thema Heimat. Was heißt das eigentlich? 

Viele Menschen, mit denen wir die Jugend verbracht haben, leben in den unterschiedlichsten Teilen unseres Bundeslandes oder eben ein wenig weiter weg. An den Wochenenden treffen wir wieder zusammen, um die gemeinsame Zeit zu genießen. Es ist wirklich so. Diese Zeit genieße ich besonders, denn wir haben solch tolle Momente GEMEINSAM nur noch sehr selten.  Heimat bedeutet also Familie und Freunde. Hat Heimat aber etwas mit dem Ort an dem man lebt zu tun? Heute in Hamburg habe ich dieses besondere Wochenendgefühl gehabt, welches ich sonst nur zuhause haben konnte. Es war, weil ich mit einer tollen Freundin entspannte Zeit verbracht habe. Auch wenn wir dort nicht alle zusammen waren. Aber es war irgendwie, wie nach Hause kommen. 

Wir werden wohl nie wieder alle zusammen in einer Gegend leben und viel Zeit miteinander verbringen. Müssen wir das denn? Ich denke, wenn wir die Zeit, die wir haben intensiv und besonders nutzen, dann ist es genau das, was wir brauchen. Freundschaft zerbricht nicht an Entfernung oder daran, dass man zu wenig Zeit füreinander hat. Freundschaft zerbricht dann, wenn man sich nicht um sie bemüht und mein Gemeinsamkeiten aus den Augen verliert. Und WIR haben viel gemeinsam. Unsere ganze Jugend und Kindheit und da hört es noch lange nicht auf. Wir müssen weiter daran arbeiten und aufeinander zugehen, dann bleibt die Freundschaft bestehen. Davon bin ich überzeugt.

 

 

18.1.15 20:39, kommentieren