Frühling

Der Winter ist vorbei. Zumindest sagt das mein Kalender. Kalt ist es trotzdem noch. Wir Menschen genießen nun wieder jeden Sonnenstrahl. Endlich sieht man wieder Leben auf den Straßen. Die Gärten und Balkone werden bereit gemacht. Es ist Aufbruchstimmung und Frühjahrsmüdigkeit in einem.

Ich bin im Moment eher müde als in Aufbruchstimmung. Der Winter war lang. Diese schönen Momente in der Heimat, von denen ich schon mal berichtet habe, fehlen derzeit. Die Gelegenheiten passen einfach nicht. Das Dorf ist noch im Winterschlaf.

Aufbruchstimmung. So genau kann ich gar nicht sagen, was damit gemeint ist. Ich stelle mir vor, die Motivation kommt zurück. Die Wohnung wird auf Vordermann gebracht und Freunde und Familie planen strahlend neue Ereignisse. Die Kinder in der Schule sind gut gelaunt und die Arbeit macht Spaß.

Aber gibt es diese perfekte Aufbruchstimmung überhaupt? Ist das Frühlingsgefühl nicht eher eine Momentaufnahme? Der erste wärmere Sonnenstrahl, an den man sich noch Tagelang erinnert. Die Frühblüher auf den Balkon pflanzen, die man sich dann die nächsten Wochen mit einem Lächeln im Gesicht anschaut. Neue Kleidung shoppen, um die Winterfarben hinten in den Schrank zu verbannen. Fußballspiele auf dem Sportplatz, ohne eisige Füße zu bekommen. Das erste mal den Grill anschmeißen, obwohl es eigentlich noch zu kalt ist. Das konstruierte Frühlingsgefühl.

Und dann kommt der schleichende Übergang zu den schönsten Momenten im Jahr. Wochenenden, an denen alle wieder zurück in die Heimat kommen und wir endlich mal wieder gemeinsame Geschichten schreiben können. Mit vielen Lieblingsmenschen zusammen die Nacht zum Tag machen. Singen, tanzen, gute Gespräche.

Dann erst ist für mich der Frühling. Frühlingsgefühle sind Erlebnisse mit Menschen, die man liebt. Momente, in denen man sich nicht erklären muss, weil alle einen kennen. Momente, die auch im Winter durch Gedanken an diesen Tag Frühlingsgefühle wecken können. Bis es so weit ist, denke ich an solche Momente.

Bei mir ist das Pfingsten! Was ist es bei dir?

16.3.16 20:51, kommentieren

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Flüchtlinge!

Ich bin Lehrerin.

Ich bin sicherlich nicht besonders politisch. Aber eins kann und möchte ich mal sagen: 

Flüchtlinge sind mir sehr willkommen. Sie bereichern mein Leben. Sie bereichern unser Leben. Wer möchte schon in einem Deutschland leben, in dem alles gleich ist. Jedes Haus, jeder Garten, jeder Mensch, jede Kultur und vor allem jede Meinung. 

Ich liebe meinen Beruf und das tue ich genau aus diesem Grund. Kinder sind verschieden, weil sie aus vielen unterschiedlichen Nationen kommen. Sie lernen voneinander und miteinander. Sie lernen Toleranz und Empathie.  Sie lernen miteinander umzugehen und sich zu respektieren. Und in meiner Klasse klappt das außerodentlich gut.

Kindern ist es egal, welche Hautfarbe du hast. Du bist eben ein Mensch.

Vor kurzen habe ich ein Kind gehört, das auf die Frage: "Sind da auch Ausländer?" geantwortet hat: "Nein, da sind Kinder."

 Wundervoll. So muss es sein.

Ich werde wütend und traurig zugleich bei Sätzen wie: "Ich bin ja kein Nazi, aber...". Am liebsten würde ich aufspringen und schreien:" WAS IST IN DEINEM LEBEN SCHIEF GEGANGEN? WARUM BIST DU SO UNMENSCHLICH UND EKELHAFT???!!!"

Wir müssen den Flüchtlingen helfen.Was wäre, wenn es dir so schlecht gehen würde? Wenn in Deutschland erneut Krieg ausbricht und du deine Kinder und Familie beschützen möchtest? Was ist, wenn dir dann jemand sagt: Du passt nicht zu uns? 

Ich bekomme Tränen in den Augen, wenn ich auch nur daran denke, wie furchtbar genau in diesem Moment Menschen in Deutschland behandelt werden. 

Leute: Macht die Augen auf!!! Denn wenn dieser braune Scheiß so weiter geht:

DANN OHNE MICH!!!


31.8.15 20:03, kommentieren